Das musst du wissen!

MPU wegen Alkohol!

Alkohol am Steuer MPU

Die häufigste Ursache für die Anordnung zur MPU ist Trunkenheit am Steuer.

Die häufigste Ursache für die Anordnung zu einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, im Volksmund auch Idiotentest genannt, ist Trunkenheit im Straßenverkehr. Bei mehr als 50% aller durchgeführten Untersuchungen handelt es sich um eine Alkohol MPU. 

Im folgenden Artikel klären wir dich über die wichtigsten Informationen und Fakten zu einer MPU wegen Alkohol auf. Zudem geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du deine Alkohol MPU bestehst.

Promillegrenze vs. MPU-Promillegrenze?

Alkohol MPU ab wie viel Promille?

In Deutschland gibt es unterschiedliche Promillegrenzen im Straßenverkehr. Die allgemeine Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille. Wenn dein Alkoholblutwert über 0,49 Promille liegt kannst du mit Bußgeldern, Fahrverboten und Punkten in Flensburg rechnen.
Wie hoch die Bußgelder sind und ab wann es Punkte und Fahrverbote gibt, kannst du auf bussgeldkatalog.org nachlesen.

Zusätzlich zur allgemeinen Promillegrenze gibt es in Deutschland noch eine sogenannte MPU-Promillegrenze, welche für alle Verkehrsteilnehmer gilt. Darüber finden sich viele unklare Informationen im Netz. Wir vereinfachen die Infos in der folgenden Tabelle und klären auf.

PromilleMPU
Ab 0,01 kann für bestimmte Verkehrsteilnehmer angeordnet werden
Ab 0,3kann angeordnet werden
Ab 1,1wird häufig angeordnet
Ab 1,6wird verpflichtend angeordnet

Ab 0,01 Promille

Für bestimmte Personengruppen gilt die 0,0 Promillegrenze. Hier kann bereits ab 0,01 Promille eine MPU angeordnet werden. Dazu gehören Fahranfänger in der Probezeit, Personen unter 21 Jahren oder bestimmte Gruppen der Berufskraftfahrer wie beispielsweise Taxi-, oder Linienbusfahrer. 

Ab 0,3 Promille

Im Regelfall wird bei einem einmaligen Verstoß keine MPU angeordnet. Allerdings kann bei Verstößen gegen § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) eine MPU angeordnet werden. Auch bei wiederholtem Verstoß oder Auffälligkeiten kann eine MPU drohen. 

Ab 1,1 Promille

Ab 1,1 Promille begeht man eine Straftat, der Verstoß wird also nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ab 1,1 Promille eine MPU droht, ist vergleichsweise hoch, da Zweifel an der Fahreignung gegeben sind.
Auch hier kann bei Verstößen gegen § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) eine MPU angeordnet werden. Ebenso droht die MPU bei wiederholtem Verstoß oder Auffälligkeiten.

Ab 1,6 Promille

Ab 1,6 Promille wird die MPU verpflichtend angeordnet. 

Wenn bereits weitere Trunkenheitsfahrten (unabhängig vom Grad der Alkoholisierung) in deinen Akten vermerkt sind, kannst du zur MPU aufgefordert werden. Unabhängig vom Promillewert kann die MPU bei wiederholten Verstößen auch unter 1,6 Promille angeordnet werden. 

Auffälligkeiten sind Verstöße gegen die Straßenverkehrsvorschriften z.B. das Überfahren einer roten Ampel oder das Missachten von Verkehrszeichen. Auch bei Auffälligkeiten in Verbindung mit Alkohol droht eine MPU.

Gibt es abweichende Regeln in den Bundesländern?

Nein, bisher lag die MPU-Promillegrenze für eine verpflichtende MPU-Anordnung in einigen Bundesländer bei 1,1 Promille. Allerdings gab es in 2017 einen bundesweit einheitlichen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. Dieser besagt, dass die MPU unter 1,6 Promille nicht verpflichtend angeordnet werden darf.
Da jedoch Zweifel an der Fahreignung bereits bei 1,1 Promille gegeben sind, ist die Wahrscheinlichkeit dennoch hoch, dass ab 1,1 Promille eine MPU droht.

Du wurdest mit Alkohol am Steuer erwischt und denkst du musst zur MPU? Wir helfen dir gerne jetzt schon! Nutze gerne unser kostenloses Erstgespräch und wir klären alle deine Fragen!

Don't drink and drive!

Warum ist Fahren unter Alkohol tabu?

Du solltest grundsätzlich keinen Alkohol trinken, wenn du noch am Straßenverkehr teilnehmen möchtest. Mit Alkohol gefährdest du nicht nur dich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Dabei spielt es keine Rolle ob du ein Kfz oder andere Fortbewegungsmittel wie beispielsweise Fahrräder, Rollstühle oder Tretroller nutzt.

Bereits ab 0,2 Promille nimmt deine Konzentration und dein Sehvermögen ab. Ab 0,5 Promille gilt die Fahrtüchtigkeit als stark beeinträchtigt. Solltest du eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, führt dies zu Geldbußen bis zu 1.500€, Fahrverboten, Punkten in Flensburg oder einem kompletten Führerscheinentzug. Außerdem kann alkoholisiertes Teilnehmen am Straßenverkehr weitere hohe Kosten verursachen. Keine Kasko-Versicherung haftet für Schadensfälle die du unter Alkoholeinfluss verursacht hast. 

Anordnung zur Alkohol MPU auch außerhalb des Straßenverkehrs?

Auch bei Alkoholmissbrauch außerhalb des Straßenverkehrs ist eine Anordnung zur MPU möglich. Wiederholte Straftaten unter Alkoholeinfluss können zum Beispiel auch zu einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung führen. Auch bei einem Verdacht auf Alkoholmissbrauch im privaten Bereich kann eine MPU angeordnet werden.

Gebühren der Begutachtungsstelle und Abstinenznachweise!

Was kostet eine Alkohol MPU?

Die Gebühren für eine MPU wegen Alkohol waren bis 2018 bundeseinheitlich geregelt und lagen bei 402,22€. Seit August 2018 können die Preise von den einzelnen MPU Begutachtungsstellen frei festgelegt werden. Die aktuellen MPU Kosten sind in der Regel etwas höher, du kannst dich jedoch grob an diesem Preis orientieren.

Zu den Gebühren der Begutachtungsstelle kommen zusätzliche Kosten für benötigte Abstinenznachweise. Je nach Screeningverfahren können bei einem Urinscreening Kosten von 45 bis 180 Euro dazu kommen. Ein Screening mittels Haaranalyse verursacht Kosten zwischen 150 und 300 Euro. Mehr Informationen zu den anfallenden Kosten kannst du hier nachlesen. 

Trunkenheit am Steuer

Der Reaktionstest prüft deine Wahrnehmung und Reaktion.

Tipp! Du solltest auf keinen Fall an einer professionellen Vorbereitung sparen! Mit einer intensiven Beratung stehen deine Chancen hoch, die MPU direkt beim ersten Versuch zu bestehen. So sparst du dir Kosten für eine Wiederholungsuntersuchung sowie mögliche Kosten für erneute Abstinenznachweise. 

Gerne geben wir im kostenlosen Erstgespräch eine erste Einschätzung zu den anfallenden Kosten deiner Alkohol MPU! Wir freuen uns auf deinen Anruf!

Ablauf einer Alkohol MPU!

Welche Fragen stellt der Gutachter bei einer MPU wegen Alkohol?

Bei einer Alkohol MPU klärt dein Gutachter, ob du in Zukunft in der Lage bist, deinen Konsum von Alkohol und das Führen von Kfz sicher zu trennen. In unserem Blogartikel “MPU Ablauf und Inhalte” haben wir bereits aufgezeigt, dass bei einer MPU kein fester Fragenkatalog abgefragt wird. Dort findest du auch allgemeine Beispiele zu Fragen. Auch bei der Alkohol MPU möchte der Gutachter, dass du dich intensiv mit deinem Fall auseinandersetzt und keine auswendig gelernten Antworten gibst. 

Dennoch haben wir diverse Fragen für dich aufgezählt, die im psychologischen Gespräch auf dein Trinkverhalten eingehen. Typische Beispielfragen können sein:

  • Weshalb sind sie alkoholisiert in Ihr Auto gestiegen? 
  • Haben Sie versucht die Alkoholfahrt zu vermeiden?
  • Mit welchen Mitteln haben Sie versucht, Ihr Trinkverhalten zu verändern?

 

Um die Fragen zu beantworten musst du dich intensiv mit deinem Fall und deinen Akten auseinandersetzen. Du musst den Gutachter überzeugen, dass du aus deinem Fehlverhalten gelernt und dein Verhalten geändert hast. 

Tipp! Ein Vorbereitungskurs analysiert deine Akten und hilft dir, dein Fehlverhalten aufzuarbeiten. In einer MPU Simulation bereitet er dich optimal auf das psychologische Gespräch vor! Dabei zählen nicht nur inhaltliche Faktoren, auch die Art und Weise, wie du antwortest, spielt eine wichtige Rolle! 

Abstinenznachweis oder kontrolliertes Trinken?

Alkohol MPU ohne Abstinenznachweise: Ist das möglich?

Wasser statt Alkohol Abstinenz

Bei einer MPU wegen Alkohol müssen oft Abstinenznachweise erbracht werden.

Bei einer MPU wegen Alkohol werden oftmals Abstinenznachweise gefordert. Diese werden besonders dann verlangt, wenn von einem Alkoholmissbrauch oder einer Alkoholabhängigkeit ausgegangen wird. Auch bei einer 2. Anordnung zur MPU werden meist Abstinenznachweise gefordert. 

Diese musst du bereits vor deinem Antreten zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung erbringen. Dabei musst du in einem bestimmten Zeitraum komplett auf den Konsum von Alkohol verzichten. Hier sind auch kleine Mengen untersagt. 

Deine Abstinenz wird per Drogenscreening anhand Urin- oder Haaranalysen kontrolliert. Die Kontrollen werden unangekündigt durchgeführt.  

In einer professionellen Vorbereitung analysiert dein Berater, welche Abstinenznachweise du benötigst und welches Analyseverfahren das richtige für dich ist. Dein Berater begleitet dich während des gesamten Prozesses und hilft dir deine Abstinenz zu kontrollieren.

Kontrolliertes Trinken anstatt Abstinenznachweise?

Es ist je nach Einzelfall abhängig, ob Abstinenznachweise gefordert werden. Oftmals reicht es dem Gutachter, wenn du sogenanntes “kontrolliertes Trinken” praktizierst. Dies tritt meist ein, wenn du kein Wiederholungstäter bist und zum ersten Mal eine MPU angeordnet bekommen hast. Kontrolliertes Trinken bedeutet, dass du beispielsweise zu bestimmten Anlässen in geordneter Menge Alkohol konsumieren darfst. Zwischen diesen Anlässen sollten jedoch mindestens vier Wochen liegen, daher solltest du das Trinken von Alkohol auf maximal zwölf Mal im Jahr beschränken. Zudem solltest du jedoch nicht über einen Blutalkoholwert von 0,3 Promille kommen. 

Häufig musst du dann ein sogenanntes Trinktagebuch führen, in dem du genau aufführst, zu welchem Anlass du wie viel Alkohol konsumiert hast. Das Trinktagebuch und sämtliche Auflistungen dienen dazu, dein kontrolliertes Trinken zu untermauern und dem Gutachter glaubhaft zu machen. Bei geplanten Trinkanlässen solltest du außerdem deine Hin- und Rückfahrt im Voraus planen.

Die medizinische Untersuchung und der Reaktionstest!

In der MPU erfolgt neben dem psychologischen Gespräch auch ein Reaktionstest. Hier wird geprüft, ob deine Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Konzentration durch deinen Alkoholkonsum beeinträchtigt wurden. 

Zusätzlich findet in der MPU eine ärztliche Untersuchung statt. Dort werden dir Fragen zu deiner Person und möglichen Erkrankungen gestellt sowie deine allgemeinen körperlichen Funktionen geprüft. Bei einer MPU wegen Alkohol prüft der Arzt zusätzlich deine Leberwerte im Labor mittels einer Blutentnahme. 

Alle Informationen über den Ablauf der medizinischen Untersuchung sowie des Reaktionstests kannst du in unserem Artikel „MPU Ablauf und Inhalte“ noch einmal nachlesen. 

Gerne helfen wir dir bei deinen Abstinenznachweisen und klären bereits im kostenlosen Erstgespräch, ob du welche erbringen musst! Wir freuen uns auf deinen Anruf! 

Auf einen Blick

Die häufigsten Fragen

Eine MPU wird verpflichtend ab 1,6 Promille angeordnet. Sie kann jedoch bereits ab einem niedrigeren Alkoholblutwert angeordnet werden. Auch bei wiederholtem Verstoß oder Auffälligkeiten kann eine MPU drohen. 

Die Gebühren für eine MPU wegen Alkohol waren bis 2018 bundeseinheitlich geregelt und lagen bei 402,22€. Die aktuellen Kosten für eine Alkohol MPU sind in der Regel etwas höher. Hinzu kommen Kosten für Abstinenznachweise, Vorbereitungskurse sowie Verwaltungskosten. 

Eine MPU besteht aus 4 Teilen: Ausfüllen von Fragebögen, Reaktionstest, medizinischer Untersuchung sowie einem psychologischen Gespräch.
Bei einer Alkohol MPU werden in der medizinischen Untersuchung die Leberwerte mittels einer Blutentnahme untersucht.

Im psychologischen Gespräch geht der Gutachter auf die Hintergründe des Trinkverhaltens sowie dadurch resultierende Erfahrungen, Verhaltensänderungen und Vorsätze ein. Es wird kein fester Fragenkatalog abgefragt. Nur eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten sowie daraus gezogene Verhaltensänderungen werden den Gutachter überzeugen.

Fazit!

So bestehst du deine Alkohol MPU!

Bei einer MPU wegen Alkohol musst du deinem Gutachter klar machen, dass keine Gefahr mehr an einer Trunkenheitsfahrt besteht und du geeignet bist, am Straßenverkehr teilzunehmen. 

Gerade das psychologische Gespräch stellt bei einer MPU wegen Alkohol eine große Herausforderung dar. Für die Analyse der Akten und die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten empfiehlt sich unbedingt eine professionelle Vorbereitung. 

Ein persönlicher Berater hilft dir, dich optimal auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung vorzubereiten. Er analysiert mit dir deine Akten und arbeitet deinen Fall gemeinsam mit dir auf. So kannst du deinen Gutachter anschließend in der MPU von deiner Verhaltensänderung überzeugen. 

Zudem klärt dein Berater, ob du Abstinenznachweise benötigst oder begleitet dich beim kontrollierten Trinken. Eine professionelle Vorbereitung setzt die optimale Voraussetzung, dass du deine MPU direkt beim ersten Versuch bestehst!

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